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Dein Baby will nicht schlafen ? Meine wichtigsten Tipps für einen besseren Baby und Kleinkinderschlaf

Meine wichtigsten Tipps, Antworten auf häufige Fragen und Hinweise für den Alltag für Eltern.

 

Dein Baby will nicht schlafen trotz Müdigkeit? Dein Baby will nicht einschlafen?

Dein Baby schläft schlecht? Du bist müde und ausgelaugt und weißt einfach nicht mehr so Recht, was Du nicht nur nachts machen sollst?

 

Es gibt unzählige Dinge im Alltag, die Eltern ausprobieren können, damit das Baby besser schläft. Sie probieren viele Tipps aus. Dabei können viele Stunden vergehen. Viele machen sich bereits während der Schwangerschaft Gedanken darüber. Antworten auf diese Fragen zu finden ist nicht einfach für Eltern. Ein Baby ist keine Maschine. Es ist ein wundervoller kleiner Mensch der schon während der Schwangerschaft in Deinem Herzen viel Platz einnimmt. Von Geburt an brauchen Babys viel Mama/Papa und viel Liebe.

 

Oft hört man im Alltag das Wort “Schlafproblem”. Eltern sollten es aber als eine Art Herausforderung ansehen, warum ihr Baby einfach nicht schlafen will. Kinder  unterscheiden sich von ihrem Temperament und Willen. Bei Kindern ist das Thema “Schlaf” eine andere spannende Reise, insbesondere nachts. Was bei dem einen Kind gut und einfach im Alltag funktioniert, heißt nicht, dass es auch bei dem anderen funktioniert. Lassen sich diverse Faktoren bei Kindern wie diverse Erkrankungen, Regulationsstörungen und Wirbel- oder Gelenkblockaden von einem Arzt oder Osteopathen ausschließen, können sich dagegen ungünstige Schlafgewohnheiten, die den Schlaf Deines Kindes beeinflussen, in den Vordergrund drängen.

 

Dein Baby will nicht schlafen trotz Müdigkeit?

 

Der Babyschlaf unterscheidet sich von dem eines Erwachsenen. Babys werden mit vielen Unterbrechungen in der Nacht wach, weil es der innere Nachtwächter in ihnen vorgibt. Dieser Urinstinkt ist in jedem von uns seit Geburt an verankert. Leicht- und Tiefschlafphasen wechseln sich häufiger bei Babys und Säuglingen als bei Erwachsenen ab. Ein Schlafzyklus eines Babys dauert ca. 45 Min. Ist das Baby in der Tiefschlafphase (meist nach ca. 25 Minuten) lässt es sich auch einfacher ablegen. Schläft Dein Baby trotz Müdigkeit nicht, kann es damit zusammenhängen, dass es den falschen Rhythmus hat. Der tiefe Babyschlaf in der Nacht wird am Tag gewonnen.

 

Wichtig ist, dass genügend Stunden zwischen dem letzten Tagschlaf und dem Abend bzw. Nachtschlaf liegen. Hast Du das Gefühl, dass es nicht die richtigen Schlafenszeiten sind, variiere mit diesen, indem Du die Zeiten am Tag und am Abend um 20 Minuten verschiebst. Dies kann oft reichen. Dein Kind sollte die Chance haben entspannt innerhalb von zehn Minuten einzuschlafen. Ist dies der Fall, hast Du die optimalen Schlafenszeiten für Dein Kind gefunden und einen Pluspunkt für die Nacht gewonnen.

 

Die Tabelle gibt die Anzahl der Tagschläfchen im Alter an. Sie dient als grober Richtwert für Dein Baby/Kind. Dein Gespür für Dein Kind hat eine größere Aussagekraft. 😊

 

 

Du weißt, was das Beste für Dein Baby ist. Schläft Dein Baby eher spät ein und wacht spät auf, kann dies zum Teil genetisch bedingt sein. Hier gibt es wie bei Erwachsenen Eulen- und Lerchentypen. Anbei Richtwerte in Stunden zum Schlafbedarf Deines Babys. Dein Baby kann schnell übermüden und deswegen ebenfalls nicht gut schlafen. Schon die Zeiten geringfügig anzupassen kann erhebliche Auswirkungen auf die Erholung Deines Babys nachts haben.

 

 

 

Dass Dein Baby schlecht schläft oder nicht schlafen will, kann weitere Gründe haben. Tipps für Dich und was Du tun kannst:

 

Einschlafhilfen:

 

Einschlafhilfen wie stillen, tragen oder schaukeln können sehr schnell zur Gewohnheit Deines Babys/Kleinkindes werden. Sie können dafür sorgen, dass Dein Kind nach kurzer Zeit wach wird. In der Anfangszeit können Babys beim Stillen einschlafen. Das ist normal und förderlich für die Mama-Kind Bindung. Wenn Du Dich nicht wohlfühlst, Dein Kind ausschließlich durch Stillen in den Schlaf findet, es regelmäßig nur 30-45 Minuten schläft, trenne das Stillen vom Zubettgehen, so dass Dein Baby das Stillen nicht mehr mit dem Einschlafen in Verbindung bringt. Wacht Dein Baby auf, möchte es immer die gleiche Situation vorfinden, wie es eingeschlafen ist. Es gilt auch z.B. für das Tragen. Schläft Dein Baby im Bett ein, möchte es auch dort aufwachen, weil es so eine sichere Umgebung darstellt. Die Aufwachsituation sollte gleich der Einschlafsituation sein.

 

Vielleicht ist Dir auch schon aufgefallen, dass sich Dein Baby schwer ablegen lässt, wenn es z.B. auf Deinem Arm oder in der Trage eingeschlafen ist. Je nachdem in welcher Schlafphase sich Dein Kind gerade befindet, ist das Aufwachen beim Ablegen normal. Wenn Du Dein Kind nach ca. 2Minuten ablegst, könntest Du mehr Glück haben. Es könnte sich in der Tiefschlafphase befinden und sich nicht so schnell aufwecken lassen. Je nach Empfindlichkeit und Temperament Deines Kindes kann es vorkommen, dass es am Ende des Schlafzyklus wach wird. Es ist nicht mehr auf Deinem Arm und es ist somit eine andere Situation.

 

Erschweren die Einschlafhilfen Deinen Alltag, kannst Du schnell an Deine körperlichen Grenze kommen. Möchtest Du Deinem Kind längere Schläfchen und längere Schlafphasen ermöglichen, spielen Geborgenheit Liebe und Nähe eine wichtige Rolle im Veränderungsprozess. Es gilt die Einschlafhilfen liebevoll und sanft zu reduzieren. Dein Baby weiß, dass es durch weniger Unterstützung bald eigenständig einschlafen kann. Dies wird sich nachts bemerkbar machen. Der Schlaf wird sich bessern.

 

Bei diesem Schritt können Tränen bei Deinem Baby kullern. Weniger weil es Deinem Kind schlecht geht, sondern weil es eine neue und ungewohnte Situation ist. Eine Veränderung passiert nicht innerhalb eines Tages. Wichtig ist es auch hier, das Weinen zu begleiten. Dein Baby spürt, dass Du da bist. Lasse Dein Kind zu keinem Zeitpunkt alleine, wenn es ihm schlecht geht. Sei zu jedem Zeitpunkt für Dein Kind da.5 

 

Reizüberflutung:

 

Aufgrund der ständigen Wachstumsprozesse lernt ein Baby/Kleinkind täglich viel Neues. Man sollte ihm früh genug die Möglichkeit geben, die Eindrücke am Tag zu verarbeiten. Ermögliche Deinem Baby/Kleinkind ein Abschalten durch ruhige Spiele vor dem Schlafengehen. Ein bis zwei Stunden vor der Zielschlafenszeit sollte Blaulicht vermieden werden (kein TV, Handy, Tablet etc.).

 

Kein gleichbleibender Schlafrhythmus:

 

Hast Du die optimalen Schlafenszeiten Deines Babys/Kleinkindes herausgefunden, liegt es an Dir diese beizubehalten. Dies wird sich weiterhin positiv auf das Schlafverhalten auswirken.

 

Ungünstige Schlafbedingungen:

 

Die richtigen Schlafbedingungen können eine wesentliche Rolle bei dem Schlaf Deines Babys/Kleinkindes spielen. Ist Deinem Schützling zu warm oder kalt, kratzt eventuell ein Etikett vom Schlafsack? Das weißt Du am besten. Eine Raumtemperatur von 18 Grad ist optimal. Das Zimmer sollte komplett abgedunkelt und gut durchlüftet sein. Die Schlafumgebung sollte frei von ablenkenden Reizen sein und Störfaktoren sollten aus dem Weg geräumt werden (z.B. blinkende Mobiles). Kein Kissen, keine Decke, Schmusetücher oder sonstiges sollten im ersten Lebensjahr im Bett liegen. Das kann Kinder ablenken. Lediglich Dein Kind eng umhüllt von einem Schlafsack (Empfehlungen der WHO).

 

Keine oder unregelmäßige Abendroutine:

 

Durch eine gleichbleibende Abendroutine weiß Dein Baby/Kleinkind, was als nächstes passiert. Es kann sich Schritt für Schritt auf das Zubettgehen einstellen. Ihm regelmäßig vorzulesen kann den Schlaf und süße Träume begünstigen. Die Abendroutine ermöglicht Deinem Kind den Tag in Ruhe zu verarbeiten und sich auf das Schlafen vorzubereiten.

 

Ein ungeeigneter Schlafplatz:

 

Die WHO gibt die Empfehlung, dass Babys im ersten Lebensjahr im eigenen Bett im Elternschlafzimmer schlafen sollen. Während des Bondings ist dies sehr wichtig. Du stärkst das Urvertrauen zu Deinem Kind, welches es für die späteren Jahre braucht um u.a. ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen. Nah bei Mama und Papa zu liegen, wie z.B. in einem Beistellbett, kann somit das Einschlafen fördern.

 

Dein Kind zu pucken kann in den ersten Lebenswochen ebenfalls sehr hilfreich sein. Dies erinnert Dein Kind an das wohlige Gefühl während der Schwangerschaft in Deinem Bauch und bietet ihm somit Sicherheit. Vom Pucken sollte man spätestens Abstand nehmen, sobald sich Dein Kind eigenständig vom Rücken auf den Bauch und/oder andersherum drehen kann. Es gilt Dein Kind liebevoll an einen Schlafsack zu gewöhnen.

 

Viele Kinder und Babys brauchen viel Mama und Papa, weswegen ein Familienbett die bessere Wahl sein kann. Du weißt am besten, ob Dein Baby in seinem eigenen Bett oder bei Euch besser und ruhiger schlafen kann.

 

Wenn das Einschlafen mit viel Mühe verbunden ist und Du das Gefühl hast, dass dabei Stunden vergehen und Dein Kind in einem anderem Zimmer besser schläft, kann ein anderer Schlafplatz sinnvoll sein. Es gilt feinfühlig in Deine Maus hineinzuhorchen.

 

Entwicklungsschübe und andere Hürden:

 

Mit der Zeit wird sich das ein oder andere Zähnchen durchdrücken. Dein Baby schläft schlecht und als Eltern kann man wenig tun. Babys und Kleinkinder stecken dies unterschiedlich weg und können z.B. mit Fieber oder Durchfall darauf reagieren. Ein Linderung des Schmerzes können z.B. Zahnkügelchen sein. Bei stärkeren Schmerzen kann ein Arzt bei Bedarf Medikamente verschreiben. Große Entwicklungssprünge, welche z.B. um den 4., 9. oder 11. Lebensmonat auftreten, erschweren ein ruhiges Schlafen. Der Schlafbedarf kann sich während dieser Zeit verändern und das zurecht. In diesen Phasen lernen die Mäuse viel Wichtiges, was sie für die große Welt da draußen brauchen.

 

Andere Hürden können die Kita Eingewöhnung, eine weitere aufregende Schwangerschaft, ein Umzug oder andere größere Veränderungen darstellen. Gib Deinem Kind Zeit, sich an solche Veränderungen zu gewöhnen.

 

Wenn Du Fragen rund um das Thema Baby- und Kleinkindschlaf hast melde Dich gerne. Klicke hier für mehr Infos. Sichere Dir außerdem weitere Tipps und unseren beliebtesten Mäuseschlummerratgeber um noch heute was an Eurer Schlafsituation zu ändern.

 

 

 

Wir sind für Dich da.

 

Wir wünschen Dir „Gemeinsame Freude am Träumen”.


ÜBER DEN AUTOR

Marion Wipperfürth

Schlafcoachin für Babys und Kleinkinder